Fälle von Fuchsräude im nördlichen Landkreis

 

 

 

Mit zu den Aufgaben der Jäger gehört es, immer wieder mal, kranke Tiere der Wildbahn zu entnehmen. Dies war bei einem sichtlich kranken Fuchs im Raum Monheim der Fall. Dieser hatte Fuchsräude. Dies ist aktuell aber kein Einzelfall. Wiederholt berichten Jäger von befallenen Füchsen.

 

 

Qualvoller Tod

 

Für die Wildtiere, die von der Milbenkrankheit befallen sind, gibt es in der Regel keine Hilfe. Meist trifft es Füchse, aber auch Nager. "Die Tiere sterben meist qualvoll daran", erklärt Jägervorstand Albert Reiner. "Der Juckreiz ist so stark, dass die Füchse sich selbst beißen und sich große Wunden zufügen."

 

 

Fuchsräude

 

Fuchsräude ist eine parasitäre Hauterkrankung, die durch die Milbe „Sarcoptes scabiei“ hervorgerufen wird. Ist ein Tier von der Fuchsräude befallen, muss man ihm das zu Beginn gar nicht ansehen. Allerdings kratzt es sich häufig, denn die Bohrgänge der Grabmilbe in der Haut verursachen einen enormen Juckreiz. Durch das Kratzen und Scheuern des Fuchses kommt es zu Hautläsionen. Diese Wunden können sich mit Bakterien infizieren und entzünden sich. Es kommt zu Haarausfall mit Verkrustungen. Betroffene Stellen sind vor allem die Lunte, also der Schwanz, der Rücken und die hinteren Gliedmaßen. Einige Füchse ändern ihr Verhalten und werden zum Beispiel am Tag aktiv. Die meisten von ihnen sind nach einigen Monaten so sehr geschwächt, dass sie sterben.

 

 

Haustiere, die sich damit infizieren, können behandelt werden. Bei Menschen können die Räudemilben die sogenannte "Pseudokrätze" auslösen, auch diese ist behandelbar.

 

 

Fuchsräude gibt es latent immer irgendwo in Bayern, berichtet Jägervorsitzender Robert Oberfrank. "Salopp gesagt ist das so wie mit Schnupfen oder Kopfläusen bei den Menschen." Vor allem dort, wo größere Fuchs-Populationen vorkommen, verbreitet sich die Krankheit schnell.

 

Die Jäger appellieren an Spaziergänger tote Füchse umgehend dem zuständigen Revierinhaber zu melden. Und Hundebesitzern sind im Eigeninteresse gut damit beraten, ihre Vierbeiner anzuleinen und bei Auffälligkeiten umgehend zum Tierarzt zu bringen.

 

 

R.O.

 

 

 

 

Bild ist von Albert Reiner