Aktuelle Informationen des Kreisjagdverbandes Donauwörth 09/20 -2-  

 



Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Jägerinnen und Jäger,

auch heute erhalten Sie wieder aktuelle Informationen von Ihrem Jagdverband:

1) ASP in Deutschland - Verwendung von Nachsichtvorsatz- und Nachtsichtaufsatzgeräten in Deutschland
- neue Regelung im Landkreis

Wie Sie sicherlich der Presse in den letzten Tagen entnehmen konnten, wurde am 10.09.2020 bei einem in Brandenburg tot aufgefunden Wildschwein das Virus der Afrikanischen Schweinepest (ASP) nachgewiesen. Es handelt sich hierbei um den ersten offiziell nachgewiesenen Fall der ASP in der Bundesrepublik Deutschland. Aufgrund der Nähe zur deutsch-polnischen Grenze wird die Verbreitung durch ein wanderndes Wildschwein vermutet, die Einschleppung durch den Menschen über kontaminierte Lebensmittel ist jedoch nicht völlig auszuschließen.
 
Um die Schwarzwildbestände im Landkreis Donau-Ries entsprechend zu reduzieren, wurden in den letzten Monaten bereits eine Vielzahl von jagdrechtlichen Ausnahmegenehmigungen zur Verwendung von Nachtsichtvorsatz- bzw. Nachtsichtaufsatzgeräten bei der Jagdausübung durch die Untere Jagdbehörde erteilt. Im formellen verwaltungsrechtlichen Verfahren mussten von den Antragstellern beispielsweise Nachweise über hohe Schwarzwildschäden, hohe Schwarzwildbestände, usw. beigebracht werden. Weiterhin umfassten die Ausnahegenehmigungen lediglich die jagdausübungsberechtigten Personen (Eigenjagdbesitzer, Jagdpächter) oder die Inhaber von entgeltlichen Dauerjagderlaubnisscheinen (Gültigkeit länger als 1 Jagdjahr) im entsprechenden Jagdrevier. Die Festlegung ist auf eine interne Richtlinie der Unteren Jagdbehörde zurückzuführen.
 
Aufgrund des Auftretens der ASP in der Bundesrepublik Deutschland ist das Landratsamt Donau-Ries - Untere Jagdbehörde zum Entschluss gekommen, die Voraussetzungen für die oben genannte Ausnahmegenehmigung im Landkreis Donau-Ries weiter zu lockern,  um die Schwarzwildbestände im Landkreis Donau-Ries weiter zu reduzieren (siehe beigefügter „Bericht Donauwörther Zeitung 16.09.2020“, auch Rieser Nachrichten).
 
Die Erteilung der Ausnahmegenehmigung erfolgt weiterhin durch Einzelfallprüfung, der Erlass einer Allgemeinverfügung für den gesamten Landkreis Donau-Ries ist weiterhin nicht beabsichtigt. Die Ausnahmegenehmigung muss daher weiterhin von den Jagdausübungsberechtigten (Eigenjagdbesitzer, Jagdpächter) für das entsprechende Jagdrevier beantragt werden. Jedoch wird der Personenkreis der Inhaber der Ausnahmegenehmigung auf die unentgeltlichen Begehungsscheininhaber erweitert. Dies gilt jedoch nicht für kurzzeitige oder vorübergehende Jagdgäste. Das entsprechende neue Antragsformular haben wir Ihnen in der Anlage beigefügt.
 
Bitte beherzigen Sie die gängigen "jagdlichen" Verhaltensregeln im Umgang mit der ASP!
http://www.jagdverband-donauwoerth.de/ASP-Dateien/INFO_Unterlagen_ASP_Jagdausuebungsberechtigte.pdf

Weitere Informationen unter www.jagdverband-donauwörth.de unter dem Reiter: "Informationen zur ASP"

Anlage: Antragsformular für die Erteilung einer Ausnahmegenehmigung des Landratsamtes



2) Wildwarnreflektoren - Abwicklung ab September 2020

nach wie vor ist die Anbringung von Wildwarnreflektoren, zur Vermeidung von Wildunfällen, unter Berücksichtigung bestimmter Rahmenbedingungen sinnvoll (s. Artikel von Frau Barbara Bausch, Empfehlungen "Tier und Naturschutz unterer Vogelsberg https://tina-uvb.de/2019/02/19/zweifel-und-missverstaendnisse-2/).

 Nach Absprache mit der Gebietsverkehrswacht Donauwörth und dem Landratsamt, haben wir uns für folgendes pro cedere entschieden:

- die Hegeringleiter verfügen über einen Handbestand blauer Reflektoren
- diese können  von den Revierinhabern dort bestellt bzw. abgeholt werden
- bei größeren Mengen (ab 10 Stück) erfolgt der Bezug direkt über Joachim Jüttner (0173 9523570)
- es erfolgt eine Aufzeichnung des Abholers bzw. des betroffenen Reviers (-inhabers)
- der Revierinhaber ersetzt bzw. bringt Reflektoren nach Absprache mit dem Straßenbaulastträger selbstständig an
- einmal jährlich erfolgt eine Abrechnung mit dem Revierinhaber (bzw. Belastung des uns bekannten Mitgliedsbeitragseinzugskontos) mit dem "Rechnungsbetrag"
- die Reflektoren werden vom Jagdverband Donauwörth bzw. der Gebietsverkehrswacht bezuschusst
- der einzelne Reflektor kostet derzeit 3 Euro / Reflektor

Vielen Dank an die Gebietsverkehrswacht Donauwörth für die unkomplizierte Handhabe und für den Zuschuss.


mit Waidmanns Heil
Ihr Jagdverband Donauwörth
Robert Oberfrank