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Hubertusmesse

Ottfried Fischer, Kabarettist, katholischer Klosterschüler und kritischer Geist traf mal die Aussage: ein „großer Gott wir loben dich eingerahmt in einen katholischen Gottesdienst, hat schon was …“, Robert Oberfrank, Vorstand vom Jagdverband Donauwörth ließ sich zu folgender Steigerung hinreißen: „ein großer Gott wir loben dich, umrahmt von den Donauwörther Jagdhornbläsern – hat noch mehr“.

Feierlich war die Messe in der Stadtpfarrkirche Donauwörth, umrahmt vom Klang der Hörner der Donauwörther Jagdhornbläser unter der Leitung von Frau Gudrun Gastl.  

Pfarrer Müller vermochte es in seiner Predigt, ausgehend von der Hubertussage, den Bogen verantwortungsvoller Nutzung über Maßhaltigkeit hin zur Nachhaltigkeit spannen. 

Der Pfarrer betonte dabei die Verantwortung der Jäger, aber auch die der Mitmenschen für Feld, Wald und Natur. 

In den Fürbitten, gelesen von Frau Anita Reiner, bat diese um Beistand bei den Bemühungen der Jäger Natur und Wild zu erhalten und erinnerte an verstorbene Waidkameradinnen und -kameraden. 

Beim Essen in entspannter Runde im Gasthaus „Goldener Hirsch“, nahm Vorsitzender Robert Oberfrank nochmals Bezug zur Hubertuslegende. Eine Legende mit einem widersprüchlichen Helden – der sogar heilig gesprochen wurde.

Gezeichnet vom frühen Tod seiner Ehefrau, wurde Hubertus zu einem zügellosen Lebemann und Nimrod, der aus Gram über den Verlust seiner Frau, alles Wild das er sah jagte und tötete.

So kann man Hubertus von Lüttich als ganz und gar nicht heilig beschreiben. 

An einem Karfreitag, bei einer seiner unbändigen Jagden erscheint ihm ein weißer Hirsch mit einem leuchtenden Kreuz im Geweih und mahnt ihn zur Abkehr

Er schwört seinem Lotterleben ab, wird zum Bischof geweiht und wird zum Freund und Beschützer der Wildtiere.  

Hubertus kam irgendwann vom „Pfad der Tugend ab“

Hier können wir durchaus Parallelen zum heutigen Zeitgeist ziehen. 

Die Hubertuslegende mahnt uns „das rechte Maß“ zu halten. 

Ebenso mahnt Sie uns verantwortungsvoll mit Umwelt und Natur umzugehen und deren Ressourcen nach dem Grundsatz der Nachhaltigkeit zu nutzen.

Die Maßgabe „Wald vor Wild“ hätte wohl im Sinne der Hubertuslegende keinen Bestand – sondern müsste sofort in „Wald mit Wild“ umgewandelt werden. 

Vielleicht hat man auch hier den Pfad der Tugend, bzw. „das rechte Maß“ aus den Augen verloren. 

 

Quellen berichten, dass der vorher als brutal und zügellos geschilderte Hubertus nach der Begegnung mit dem weißen Hirschen, sich vom „wilden Heiden“ zum christlich-gemäßigten Jäger gewandelt habe. 

So wurde Hubertus zum Patron von uns Jägerinnen und Jäger. 

Uns Jägerinnen und Jäger gilt die Legende um Hubertus und den weißen Hirschen seither als Vorbild der Mäßigung und Ansporn zur waidgerechten Jagd gemäß der waidmännischen Losung: 


Das ist des Jägers Ehrenschild,

dass er beschützt und hegt sein Wild.

Weidmännisch jagt, wie sich´s gehört,

den Schöpfer im Geschöpfe ehrt.“

 

Robert Oberfrank bedankte sich noch mit einem kräftigen Waidmanns Dank und „Vergelts Gott“ bei Herrn Pfarrer Müller für die eindringlichen Worte und allen seinen „kirchlichen Helfern“, bei den den Donauwörther Jagdhornbläserinnen und -bläsern für die kunstvolle und eindrucksvolle Umrahmung dieser Messe, bei Albert Reiner, Albert Mayer und Walter Gerstmeyer für die „jagdliche“ Gestaltung der Kirche, und bei allen anwesenden Jägerinnen und Jäger für ihre waidgerechte Art zu jagen.


Vergelts Gott, Waidmanns Dank und Waidmanns Heil

  

R.O.

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