Zum Hauptinhalt springen

Jahreshauptversammlung und Hegeschau

2025/2026 auf der Bäldleschwaige

Jagdverband Donauwörth blickt zurück und hält Hegeschau ab

Das neue bayerische Jagdgesetz sorgt seit seinem Inkrafttreten am 1. April auch unter Jägerinnen und Jägern für Diskussionen. Bei der Jahreshauptversammlung des Jagdverbandes Donauwörth im Hofgut Bäldleschwaige stellte CSU-Landtagsabgeordneter Wolfgang Fackler die Neuregelung als „großen Wurf“ vor. Sie ermögliche eine praxisnahe Weiterentwicklung des Jagdwesens und berücksichtige die Interessen von Wild, Wald, Grundbesitzern, Jägern und Gesellschaft. Jägervorsitzender Robert Oberfrank mahnte hingegen an, zunächst praktische Erfahrungen mit dem Gesetz zu sammeln. Ob die Möglichkeit, Rehwild bereits ab dem 16. April zu bejagen, tatsächlich genutzt werde, ließ er offen.


Gemeinsam mit seinem Stellvertreter Albert Reiner blickte Oberfrank in einem rund 90-minütigen Bericht auf das vergangene Jahr zurück. Vor rund 150 Anwesenden rief er die Jägerschaft zu Zusammenhalt und Standhaftigkeit auf und betonte ihre Rolle als Anwalt der Wildtiere.

Themen des Jahresberichts waren unter anderem die Auswirkungen der Tschernobyl-Katastrophe auf die Jagd, steigende Wildunfallzahlen, Wildkrankheiten, die Wolfssituation sowie Unstimmigkeiten innerhalb des Bayerischen Jagdverbandes. Kritisch zu betrachten sei die unterschiedlichen Darstellungen der Wildunfallstatistik durch Polizei und Landratsamt.

Thomas Laukenmann berichtete aus seiner Nachsuchenpraxis und sprach sich dafür aus, sensible Daten aus Nachsuchen nicht weiterzugeben. Albert Reiner hob die vielfältigen Aktivitäten des Verbandes hervor, darunter Fortbildungen, den Jägertag, Angebote für Schulkinder und das Mitteilungsblatt. Aktuell zählt der Verband 592 Mitglieder.

Bei den turnusgemäßen Neuwahlen wurden Robert Oberfrank, Albert Reiner und Schatzmeister Sebastian Mayer in ihren Ämtern bestätigt. Für Schriftführer Helmar Sagel rückt Heidrun Printz nach.

Im Anschluss fand die Hegeschau statt. Jagdberater Martin Schweihofer berichtete von 4.423 erlegten Rehen im vergangenen Jahr – ein neuer Höchstwert.


☰ Menü
Nach oben