Zeitumstellung: Gefahr für Mensch und Tier steigt –
Wie Autofahrer sich schützen können
Am kommenden Sonntag, 25. Oktober, werden die Uhren um eine Stunde zurückgestellt. Was für viele eine Stunde mehr Schlaf bedeutet, bringt auf den Straßen zusätzliche Gefahren mit sich: Insbesondere die abendliche Rushhour fällt wieder stärker in die Dämmerung – genau in die Zeit, in der viele Wildtiere unterwegs sind.
„Rehe, Wildschweine und Füchse richten sich nicht nach der Uhr. Sie sind vor allem in der Dämmerung aktiv und überqueren dabei auch Straßen“, erklärt Robert Oberfrank, Vorsitzender des Jagdverbandes Donauwörth. Besonders auf Landstraßen entlang von Wäldern, Wiesen und Feldern sei deshalb in den kommenden Wochen erhöhte Vorsicht geboten. „Die erhöhte Zahl von Wildunfällen nach der Zeitumstellung ist ein Warnsignal, das nicht ignoriert werden darf.“ ergänzt Jägervorstand Albert Reiner.
Nasse Fahrbahnen, Nebel und Laub erschweren die Situation zusätzlich. Wer seine Geschwindigkeit rechtzeitig reduziert, gewinnt wertvolle Reaktionszeit: Bei Tempo 80 statt 100 km/h verkürzt sich der Bremsweg um rund 25 Meter. Auch die Aufmerksamkeit spielt eine große Rolle: Wer müde ist, durch das Handy abgelenkt ist oder zu dicht auffährt, reagiert später – und riskiert schwere Unfälle.
Der Jagdverband empfiehlt, besonders in der Morgen- und Abenddämmerung vorausschauend zu fahren und ausreichend Abstand zu halten. Taucht ein Tier am Straßenrand auf, sollte man abbremsen, das Fernlicht ausschalten und kurz hupen. Wichtig: Mit weiteren Tieren rechnen und auf keinen Fall riskant ausweichen. Lässt sich ein Zusammenstoß nicht vermeiden, sollte man das Lenkrad festhalten und kräftig bremsen.
„Jeder vermiedene Wildunfall schützt Menschen und Tiere. Wer jetzt den Fuß etwas früher vom Gas nimmt, kann entscheidend dazu beitragen“, betont Albert Reiner, stellvertretender Vorsitzender des Jagdverbandes.
Der Appell der Donauwörther Jäger:
Augen auf, Tempo runter – gerade jetzt, wenn die Dämmerung in den Berufsverkehr fällt.
R.O.
